Herzlich willkommen bei der katholischen Pfarrei Sankt Vicelin


Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,

die für viele schönste Zeit des Jahres hat wieder begonnen, die Zeit der Sommerferien.

Unsere große Pfarrei mit ihren vielen Urlaubsorten füllt sich wieder mit zahlreichen Gästen, auch wenn unter den gegenwärtigen Coronabedingungen manches etwas anders läuft.

Viele freuen sich darauf, mal für ein paar Wochen aus dem Routinealltag raus zu sein.

Manchen aber bereitet so ein Urlaub zunächst auch etwas Magengrummeln: bricht kein Chaos aus, wenn ich nicht da bin? Wird in der Firma, auf meiner Arbeit, auch wirklich alles richtig weiterlaufen ohne mich? Wird zu Hause alles klappen, wenn ich fort bin? Manchmal mag ich innerlich schon gar nicht erst wegfahren.

Dahinter steckt eine heute weit verbreitete Haltung: es ist besonders wichtig, unentbehrlich zu sein oder zu scheinen. Das Handy ist ein Symbol dafür. Nur wer immer und überall erreichbar ist und herbeigerufen werden kann, ist wichtig. Nur wer immer verfügbar ist, ist etwas wert. Selbst in der Kirche ist diese Haltung verbreitet, und nicht zuletzt kenne auch ich diese Einstellung.

Der Glaube, den wir vielleicht gerade in der Urlaubszeit, in der manches entspannter im Leben läuft, neu entdecken können, bietet da ein ganz anderes Denken. Natürlich ist jeder Mensch wichtig und wertvoll. Es ist wundervoll, wenn ich spüre: ich werde gebraucht und meine Arbeit und mein Dasein ist für andere wichtig.

Aber ich bin immer auch Teil einer Gemeinschaft, ich verdanke mich anderen  –  und ich verdanke mich einem Größeren, einem gegenüber dem wir nur kleine Menschenkinder sind. Gott hat die Welt in seinen Händen, er selbst sorgt für ihr Fortbestehen  –  nicht ich selbst kann und muss alles leisten. Ich kann mich auf Gott verlassen, ihm Dinge anvertrauen. Wenn ich so tue, als ginge nichts ohne mich, dann kann das vielleicht sogar so etwas wie eine Gotteslästerung sein. Dann tue ich so, als wäre ich Gott. Ich bin aber nicht Gott. Ich bin ein Geschöpf Gottes, ein Mensch. Einer, der ab und zu Ruhe braucht.

Mit dem Sabbat, dem Sonntag, hat Gott solche Ruhezeiten ja von Anfang an uns Menschen ans Herz gelegt. Und sogar Gott selbst hat am siebten Tag eine Ruhepause gemacht.

Gott gönnt sich und uns Ruhepausen, ja er verordnet sie uns sogar.

Ruht ein wenig aus! Das sagt auch Jesus zu jeder und jedem von uns. Ohne mich  –  auch das wird gehen. Ich darf mir Erholung gönnen, Zeiten, in denen ich zur Ruhe komme, mich ausruhe. Es tut allen gut, wenn es Auszeiten gibt  –  in der Familie oder auch im Beruf.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gesegnete Sommerzeit  –  kommen Sie Gott und sich selbst ein wenig näher!

Ihr

Bernd Wichert, Pfarrer


Hier können Sie das Pastoralkonzept unserer Pfarrei lesen: Pastoralkonzept Ostsee-Holstein PDF

Pastoraler Raum Ostsee-Holstein

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